Was ist Al Andalus?


Al Andalus umfasst geografisch nur die Iberische Halbinsel (Spanien/Portugal), aber chronologisch alle muslimischen Staaten während der Periode zwischen 711 und 1492!

Julian aus Ceuta (spanische Exklave im Norden Marokkos) wollte den Thron von Al Andalus und verbűndete sich mit den Muslimen. Er bat sie um Hilfe gegen Rodrigo (Roderic), den spanischen Herrscher und versprach ihnen Ceuta als Gegenleistung!

Jahrhundertelang nach der muslimischen Öffnung, waren die Berichte über die islamische Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel negativ. Der europäische Blickwinkel veränderte sich mit der Protestantischen Reformation, was in der breiten Öffentlichkeit neue Perspektiven über die Periode der Muslime in Spanien erlaubte und sie als Goldenes Zeitalter aufwertete. Dieser  entscheidende Gesinnungswandel in der Geschichtsschreibung wird oft als demonstrative Haltung gegenüber dem militanten Katholizismus Spaniens nach 1500 interpretiert.






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Nach 630 breitete sich das muslimische Reich von der Arabischen Halbinsel nach Nordafrika bis nach Ceuta im heutigen Marokko aus. Ihre Ankunft ging einher mit der Periode politischer Schwäche des drei jahrhunderte-alten Königreichs der germanischen Visigoten auf der Iberischen Halbinsel. Sie übernahmen die Region nach sieben Jahrhunderten römischer Herrschaft. By Gabagool - Image Link


Al Andalus = Vandalen, Stamm der germanischen Visigoten

Im April 711 überquerte der nordafrikanische Berber Tariq Bin Ziyad die Straße von Gibraltar und eröffnete in den darauffolgenden Jahren bis 720 beinahe die gesamte Halbinsel.

Gibraltar (arab.)=Berg des Tariq Bin Ziyad

Die Muslime errichteten „das Paradies auf Erden“ und eine Zivilisation ohnegleichen. Anstatt sie aber Muslime zu nennen, gaben die Christen ihnen bewusst den Namen Mauren, ein Name, der ursprünglich aus dem Griechischen stammt und nur eine Bedeutung hat, nämlich „schwarz“.


Mauren (griechisch)=schwarz


So konstruierte man ein sprachliches Narrativ, um sich pauschal abzugrenzen:  nämlich „wir“ weißen christlichen Europäer gegen „sie“  die schwarzen muslimischen Afrikaner!

Die Muslime überquerten die Alpen und erreichten den Süden Frankreichs bis nach Besançon, nahe der schweizer Grenze. Sie kontrollierten vorübergehend sogar die alte visigotische Provinz Septimanien mit ihrer Hauptstadt Narbonne.


Im Jahre 732 wurde das islamische Kalifat bei Poitiers von Karl Martel (dem König der Franken/Franzosen) zuruckgedrängt und die christlichen Armeen zogen weiter südlich über die Berge bis zum Jahre 801.


Vielen Dank fürs Lesen!

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